100 Jahre Frauenwahlrecht

Keineswegs staubtrocken, sondern voller Witz und Ironie kommt das Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ daher, wenn es auf Texten der Querdenkerin Hedwig Dohm basiert und vom Dohm-Trio quicklebendig auf die Bühne gebracht wird.

„Mehr Mut, ihr Frauen“ ist der Titel einer szenischen Lesung am Mittwoch, 28. November um 19.00 Uhr im Haus des Gastes, Bad Kreuznach.

 Als Veranstalter haben sich die VHS Bad Kreuznach, die Ländliche Erwachsenenbildung (Bad Kreuznach), die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und der Sachausschuss Frauenbildung im Landesbeirat für Weiterbildung zusammengetan.

Im November 1918 wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland gesetzlich eingeführt, erstmals nutzen konnten es Frauen bei der Wahl zur Nationalversammlung im Januar 1919. Hedwig Dohm (1831 - 1919) forderte bereits 1873 das Stimmrecht für Frauen und trat für die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Dohms wirksamstes Mittel: ihre literarischen Texte, die den Antifeminismus der bürgerlichen Gesellschaft um 1900 mit spitzer Feder und einer Portion Selbstironie aufs Korn nehmen.

Spannend, informativ und höchst unterhaltsam stellen Isabel Rohner und Nikola Müller, Herausgeberinnen der Edition Dohm, und der Schauspieler Gerd Buurmann Leben und Werk von Hedwig Dohm vor. Lachen und klüger werden sind der Ertrag für das Publikum.

Nach der szenischen Lesung des Dohm-Trios haben die Besucher Gelegenheit zu einer moderierten Diskussion über „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert.