Thailand und Laos: Studienreise der Spitzenklasse

Das war eine Studienreise der Spitzenklasse! Wie ein bestens geöltes Räderwerk griffen die Dienstleistungen ineinander: Busse, Boote, Fähren, Floß, Gepäcktransfers, Hotels, Restaurants - da waren wahre Profis am Werk. Danke an unser Reisebüro Exo-Tours und seine Partneragentur vor Ort.

Die Sicherheit, dass für alles gut gesorgt ist, machte uns den Kopf und das Herz frei für das Lernen über Land und Leute. Unsere Lehrer waren vor allem die beiden nationalen ReiseleiterInnen in Thailand und Laos. Sie haben uns wunderschöne buddhistische Tempelanlagen genauso erklärt wie Königspaläste und Museen, Sitten und Gebräuche der Einheimischen, haben uns begleitet durch Dörfer der Bergvölker, über Morgen- und Nachtmärkte und wurden nie müde, unsere 1001 Fragen zu beantworten. Immer wieder ließen sie uns einheimische Spezialitäten probieren. Wer wollte, weiß jetzt wie lecker z. B. geröstete Bambuswürmer, die so genannte Stinkfrucht und Mekong-Whisky sind.

Neben klassischem Sightseeing war die Reise geprägt von Erlebniselementen: Kochkurs zur Thai-Küche, Fahrt auf dem Bambusfloß, eine animistische Segnungszeremonie, Ausgabe von Reis bei einer Mönchsspeisung im Morgengrauen und vor allem ein halbtägiger Arbeitseinsatz auf einer Bio-Reisfarm. Nach einer Demonstration, wie hochwertiges Saatgut von minderwertigen Reiskörnern geschieden wird, ging es hinaus in die Reisfelder, wo wir bis zu den Knien im zähen grauen Schlamm standen. Mit Hilfe der Büffelkuh Suzanne haben wir den Boden im nassen Reisfeld für die Bepflanzung vorbereitet, Setzlinge in den Schlamm gepflanzt, Reis von der letzten Ernte per Hand gedroschen, entspelzt und geschrotet. Zum Abschluss gab es Reiswein und ein Reis-Menü. Das war sozusagen ein „Lernort Bauernhof“ in der laotischen Version.

Sehr schön war auch, wie gut die TeilnehmerInnen sich verstanden und die Kommunikation hin und her ging. Über das Wetter wurde kaum geredet, es war einfach durchgehend heiß (ca. 35°) und trocken, ein paar Grad weniger waren es nur auf 2.000 m Höhe im nordthailändischen Gebirge in der Region des „Goldenen Dreiecks“, berühmt-berüchtigt wegen des früheren Opiumhandels. Uns beschäftigten z. B. die Gegensätze von Arm und Reich und Stadt und Land, die Werte der buddhistischen Lehre, das Ausbildungs- und Gesundheitswesen, die Folgen der touristischen Entwicklung und vieles mehr. Was wir in Thailand und Laos mit allen Sinnen aufgesogen haben, wird uns noch eine Weile beschäftigen. Wie heißt es landläufig: Reisen bildet.

Bergkloster Doi Suthep

Tempel Rong Khun

Unser Slowboat auf dem Mekong

Mekongufer mit Wasserbüffeln

Kobra auf dem Morgenmarkt

Ackern im Reisfeld

Thai-Kochkurs