Wirkungsorientierung von Projekten
Das Projekt
Die Erwachsenenbildung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung von Teilhabe, Demokratiekompetenz und lebenslangem Lernen – gerade im ländlichen Raum. Träger stehen jedoch zunehmend vor der Herausforderung, ihre Wirkung transparent darzustellen und systematisch zu reflektieren. Bisher liegt der Fokus häufig auf Nachweisen von Aktivitäten (z. B. Anzahl Teilnehmender), während die tatsächlichen Veränderungen bei Zielgruppen und im Gemeinwesen wenig sichtbar werden.
Die LEB entwickelt und erprobt eine praxisnahe, ressourcenschonende Methodik für wirkungsorientierte Projektarbeit. Ziel ist es, Erwachsenenbildungsorganisationen in Rheinland-Pfalz zu befähigen, Wirkungsanalysen als Lern- und Steuerungsinstrument einzusetzen und damit die Qualität, Legitimation und Weiterentwicklung ihrer Angebote zu sichern. Nach der Erprobung der Methodik anhand des Projektes Nachhaltigkeits-Botschafter*innen Plus werden Online-Schulungen sowie eine asynchrone Lernplattform angeboten.
Die Zielgruppe dieses Projektes umfasst professionelle Bildungsanbieter*innen sowie Fachkräfte im Bereich der Erwachsenenbildung. Die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz (MASTD).
Begründung der Bedeutung von Wirkungsorientierung
Nach dem Modell der „Wirkungsebenen“ (Aktion Mensch/Phineo) entfalten Projekte Wirkung auf mehreren Stufen:
- Input: Bereitgestellte Ressourcen und durchgeführte Maßnahmen (z. B. Kurse, Workshops).
- Output: Unmittelbare Ergebnisse wie erreichte Teilnehmende oder erstellte Materialien.
- Outcome: Veränderungen bei den Teilnehmenden (z. B. gestärkte Kompetenzen, mehr Handlungssicherheit).
- Impact: Gesellschaftliche Wirkung (z. B. verbesserte Teilhabe im ländlichen Raum).
Wirkungsmessung soll ermöglichen, diese Ebenen sichtbar zu machen, Zusammenhänge zu verstehen und Angebote gezielt weiterzuentwickeln. In der Erwachsenenbildung lassen sich erzielte Wirkungen oft nicht eindeutig messen, da viele Faktoren auf die Entwicklung von Menschen und Gemeinschaften einwirken. Wirkungsorientierung setzt deshalb nicht nur auf Messung, sondern darauf, Wirkungen bereits in der Planung, Umsetzung und Auswertung von Projekten systematisch zu berücksichtigen. Durch die methodisch strukturierte Vorgehensweise können in der Wirkungsanalyse Wirkungen fundiert begründet und dargestellt werden.
Wirkungsorientierung trägt zur Transparenz gegenüber Förderern und Öffentlichkeit bei und unterstützt Organisationen darin, ihre Ressourcen effektiver einzusetzen. Darüber hinaus erleichtert Wirkungsorientierung die Verbesserung und Skalierung von Projekten und fördert eine konstruktive Lern- und Fehlerkultur.
